Monthly Archives: April 2012

“Superior Producer” – Schiffswrack

Vorfreude! 

Nach dem wir das Schiffswrack häppchenweise schon während eines Nachttauchgangs bestaunen durften, wollten Friso und ich es uns noch mal am Tag anschauen. Die Vorfreude war riesengroß:

Wiedersehen macht Freude

Auf dem Weg zum Einstieg ins Wasser fand ich meinen Diffusor für die Kamera wieder, den ich ein paar Nächte zuvor verloren hatte, als mich sieben Mücken auf einen Streich stachen. Noch mal Glück gehabt.

Abtauchen

Das Wasser war so klar, dass wir das Wrack (20 m [Oberkante] – 30 m tief; Gesamtlänge des Schiffrumpfs ist 50 m ) schon von der Wasseroberfläche erkennen konnten: 

Als erstes schauten wir uns das Schiff von hinten an (Friso Foto):

Dann guckte ich mal ins Steuerhaus: 

Danach schaut ich heraus und sehe dabei komisch aus:

Blick aus dem  Steuerhaus auf das Vorschiff:

Danach ging es ab in den Frachtraum: 

Und noch paar weitere Impressionen:

Korallenriff am Holiday Beach

Nach ca. 20 Minuten Wrackbegutachtung paddelten wir entlang an der Riffkante zurück zum Tauchladen: 

Das wars dann aber auf für heute mit bunten und blauen Bildern.

Karibische Grüße…

Ohnrie into the dark

Vorbereitung für den Nachttauchgang

Diese Woche, kurz vor Sonnenuntergang, machte ich mich mit einer Gruppe von Taucher  aus unserem Forschungsinstitut fertig für einen Nachttauchgang zum Wrack des Schiffs “Superior producer”. Dies ist ein Frachter, der 1977 aufgrund von Überladung gesunken ist. Auf dem Foto sind Philippe aus Frankreich und mein Tauchbuddy für diesen Tauchgang Esther aus Holland.

Kampf gegen die Mücken

Bis zur Einstiegsstelle ins Wasser mussten wir ca. 20o m mit unserem Tauchausrüstung laufen. In dieser Zeit stachen mich gefühlte 100 Mücken. Es war unglaublich. Die Mücken saßen auf meiner Schultern und meinem Armen und ich konnte mich nicht wehren. Der Sprung ist Wasser war dann wie eine Erlösung. Die Mückenstiche habe ich  abends im Spiegel begutachtet, doch waren glücklicherweise diese am nächsten Morgen verschwunden.

Schiffswrack

Nach ca. 20 m Dunkelheit (Ausnahme die Taschenlampen in unseren Händen) tauchte das Wrack in der Tiefe auf und auf ihm saß ein spanischer Hummer:

Wir schwammen an Reling entlang bis zum Steuerhaus und danach in den oben offenen  Laderaum. Anschließend tauchten wir entland des Riff des Holiday Beaches zurück zur Tauchstation und sahen noch einige Kreaturen der Dunkelheit, wie weitere Hummer, ungwöhliche Krabben und ein Kalmar. Bilder vom Wrack zu machen, war mir in der Dunkelheit nicht möglich.

“Superior Producer” Wrack am Tag

… schauen wir uns morgen an, da die Sicht wohl gerade super ist. Wenn ich es schaffe, dann gibt während der Woche ein paar fantastische Bilder von diesem Tauchgang.

Nährstoffaufnahme-Experimente (Was ich wirklich hier mache Teil II)

Wo war ich stehen geblieben?

Ich muss zugeben, dass der letzte Eintrag schon eine Weile her ist. Gründe dafür sind die immer noch andauernde Optimierung der Experiments, die Doppelbelegung meines Zimmers und der Besuch aus Übersee. Soweit ich mich erinnern kann endet der letzte ernsthaften Eintrag mit der Rückkehr zur Forschungsstation nach dem Sammeln der Proben.

Versuchsaufbau

Im Labor werden die gesammelten Algen, dann in Gläser mit filtriertem Meerwasser gesetzt:

In dieses Wasser gebe ich entweder zusätzliches Phosphat oder Ammonium. Beides sind wichtige Nährstoffe für Algen (bzw. Organismen, die Photosynthese betreiben). In gewissen Abständen entnehme ich dann Wasser aus den Gläsern und messe den Nährstoffgehalt.Über die abnehmende Menge an Nährstoff in den Wasserproben, kann ich dann darauf schließen, wie viel die Algen aufgenommen haben.

Bestimmung der Nährstoffmenge im Wasser (ohne Kreissäge)

Die Bestimmung der Nährstoffe im Wasser ist verbunden mit der Zugabe von einigen Chemikalien. Einige davon sind auch giftig! Weil es keinen vernünftigen Abzug gibt und keiner der Anwesenden Schäden davon tragen soll, arbeite ich im Freien hinterm Haus mit Gasmaske und Schutzbrille (ist übrigens wundervoll bei dieser Affenhitze):

Sicherheitsbelehrung des Labors: http://lpmt.biomed.uni-erlangen.de/protocols/13-slide-show-sicherheitsbelehrung-s2-labor (Quelle: FAU Erlangen) (Am besten im Hintergrund laufen lassen. 😉 )

Die Kreissäge ist übrigens nicht Bestandteil meines Experiments (noch nicht!).

Das Prinzip der Nährstoffmessung besteht darin, dass Ammonium bzw. Phosphat mit einer Chemikalien reagieren. Die Verbindung des Nährstoffs und den Chemikalie sorgt für eine Verfärbung bzw. es entstehen Moleküle, die Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbieren. Mit dem Spektrophotometer kann dann gemessen werden, wie stark das Licht abnimmt. Das heißt also, je mehr Ammonium/Phosphate im Wasser vorhanden ist, desto intensiver wird die Farbe bzw. desto mehr Moleküle entstehen, die das Licht absorbieren.

Und wozu das Ganze?

Mit den hoffentlich irgendwann eintrudelnden Ergebnissen des Experiment (und den Ergebnissen anderer Experimente) können wir dann etwas besser abschätzen, welche Algen am meisten von den ansteigenden  Nährstoffen in den Küstenbereichen um Curacao profitieren. Erkennbar ist schon jetzt, dass sich bestimmte Algen/Cyanobakterien ausbreiten. Ist dies der Fall aufgrund von gut entwickelten Nährstoffaufnahme-Mechanismen oder spielen ganz andere Faktoren eine Rolle…?! Mal schaun, was raus kommt.

Beim nächsten Mal…

…gibts dann wieder weniger Wissenschaft.

Wir lassen Hansa niemals im Stich

Hansa Fanradio

Auch hier, auf der anderen Seite des Atlantiks, lässt mich der 1. F.C. Hansa Rostock nicht so richtig los. Am Wochenende läuft zum Frühstück meistens das Hansa Fanradio (Radioübertragung von Hansafans für Hansafans), sodass ich trotz der Entfernung mit meinem Herzensverein mitfiebern kann.

Auswärtsieg!

Zur Zeit läuft es ja nicht so gut und wir steuern schon wieder der 3. Liga entgegen. Doch heute gab es endlich wieder mal einen Sieg! Anita und ich waren bei den letzten 10 Minuten live dabei, als die Hansa Spieler die 1860er Löwen vom Platz gefegt haben (An dieser Stelle Grüße an C&C nach Bayern).  Anschließend ertönte die Hansa forever Hymne und ich musste mitsingen:

Hier spielt man noch Fußball mit Herz und nicht nur mit den Beinen.
Ob in Freude oder im Schmerz wir woll’n Hansa und sonst keinen.
Hier spielt man den Ball noch mit Spaß, hier steht man noch richtig zusammen.
Hier fegt noch ein richtiger Sturm über’s Gras und es verbindet uns was.

Refrain:
Hansa Forever für alle Zeit,
Hansa Forever und für die Ewigkeit,
wir lassen Hansa niemals im Stich
Hansa für immer und unendlich.

Hier kommt keiner am Fußball vorbei,
hier drücken noch alle die Daumen.
Hier sind Fans mit dem Herzen dabei, da können andere Vereine nur staunen.
Hier spielt man den Ball noch mit Spaß,
hier steht man noch richtig zusammen.
Hier fegt noch ein richtiger Sturm über’s Gras und es verbindet uns was.

(Refrain)

Für immer und ewig und auch bei Windstärke 10
wir halten zusammen wir werden nicht untergehn.

((Refrain 2x))

Nur der Hansa Schal hat gefehlt. 😉

Nun keimt wieder etwas Hoffnung! Auf gehts Hansa, Kämpfen und Siegen…